| EYS Finale 2009 in Kranj |
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| Geschrieben von: Schöpf Michael | ||||
| Dienstag, den 01. Dezember 2009 um 09:49 Uhr | ||||
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Villach, Katschberg, Loibl, Jesenice, Kranj – Aljosa Grom, Tomo Cesen, Pizzeria Buf, Chinesisch Essen, Hotel Creina, Katakomben, Lapis Holds, cheap Bananasplitt, crazy speaker, overall EYS ranking, flambiertes Eis, Lobby-WLAN surf comunity, U-Boote, Lapis Bürsten, Pizzeria Gorenj, lots of friends, wer weiß noch, wie die alte slowenische Währung hieß?
Seit vielen Jahren tingeln wir nun Ende November durch die karnischen Alpen nach Kranj, welches nur eine knappe halbe Stunde hinter der Grenze liegt. Am Beginn bezahlten wir unsere Rechnungen noch in Tolar, aber seit der EU Erweiterung 2004 sind auch die Slowenen Mitglied in der EU. Einiges hat sich seither geändert: Österreichische Firmen überschwemmen den Markt und die Wirtschaft ist stark im Aufschwung. Vieles ist aber gleich geblieben, so z.B. die Freundlichkeit der Gastgeber, ihr sonniges, immer zu Späßen aufgelegtes Gemüt, der niedrige Preis, das gute Essen und die starken Kletterer. Seit Jahren steigen wir im selben Hotel ab, wo der Treff in der Lobby zum gemeinsamen Facebook-Surfen bereits zum fixen Programm gehört.
Am Freitag Abend treffen sich die Coaches in der Kletterhalle, um die Athleten zu registrieren und am technical meeting teilzunehmen. Gerade zweites ist symptomatisch für Kranj: kurz, präzise und unkompliziert. Alles läuft so ab, wie man es sich von einem guten Wettkampf erwartet. Das eingespielte Team um Tomo Cesen leistet Jahr für Jahr beim Weltcup und eine Woche später beim EYS hervorragende Arbeit und man kann sich darauf verlassen, dass es keine gröberen Pannen oder böse Überraschungen gibt.
Samstag 7:30 am Morgen. Es ist kalt und feucht, November eben. So langsam beginnt sich der Parkplatz vor der Halle zu füllen und die ersten Kletterer schälen sich in der Isozone aus den Goretex und Softshell Jacken. Man sieht es allen an, um diese Uhrzeit zu klettern ist kein Honigschlecken. Doch es muss sein, denn die Kletterwand in Kranj ist nicht breit genug, um auf 6 Routen gleichzeitig klettern zu können. Der Tag wird hier deshalb immer sehr lang, bis 21 Uhr wird es schon dauern bis die letzten Ergebnisse aushängen und die coaches die Ergebnisse ihrer Schützlinge checken können.
Heuer beginnen die Kleineren und die großen Burschen und die Jugend A weiblich mit der Pflicht, Qualifikationsrunde 1. Hasenbichler Tim eröffnet die Runde und kommt bis in die Mitte der Route. Später wird sich zeigen, dass er im Flash-Bewerb als Startnummer 1 erst die Schlüsselpassagen der Route aufgedeckt hat, welche bei der Vorkletterin Maja Vidmar nicht so ersichtlich waren. Köll Alex und Patrik Heisinger legten nach und zeigten mit einer guten Höhe auf. Jakob Schubert, Lukas Köb und Sandro Deutschmann bzw. Kathi Posch und Katha Pöll hatten die Woche zwischen Weltcup und EYS für eine Trainingswoche an den Felsen von Osp genützt und wir waren alle gespannt, wie ihre Form wohl sein würde. Souverän Jakob, geeicht durch den WC, auch Sandro und Max mit guten Leistungen, etwas müde ob der langen Saison Lukas Köb. Die Isozone begann sich zu füllen und glich immer mehr den Katakomben, da sie sich ohne Luftzufuhr und Tageslicht inmitten des Gebäudes im Untergeschoss befindet.
Am späteren Vormittag, für normalsterbliche Kletterer eine schon wesentlich humanere Zeit, starteten auch die restlichen 3 Gruppen in ihre Quali und die meisten unserer Truppe schlossen wieder an die bisherigen guten Leistungen der Saison an. Lediglich Berit Schwaiger fiel einer kurzen Unachtsamkeit zum Opfer und konnte bei einem Zug in einen Untergriff nicht genügend Spannung aufbauen. Hier zeigte sich wieder einmal, dass auch die Besten der Besten Fehler machen können. Die Route der Jugend B konnten lediglich unsere 2 besten Mädls, Maggi und Kathi, bis zum top durchsteigen, das lies auf Gutes hoffen.
In der 2. Runde kam das Große Zittern um den Finaleinzug: Patrik Heisinger scheiterte nach sehr guter Leistung an einer Stelle, wo sich Alles sammelte – plus, minus, gehalten, minus, plus…. Doch auch er schaffte den Sprung in die top ten, ebenso wie Alex, Karo, Jakob, Nini, Isa, Max, Maggi, Kathi und Sandro. Leider hat es für Berit trotz eines Spaziergangs in der 2. Route nicht mehr gereicht und so kam bei ihr das große Bangen um den Stockerlplatz in der Gesamtwertung.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 01. Dezember 2009 um 12:35 Uhr |
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